Der Begriff Lebensqualität stellt einen Wirkungsfaktor dar, welcher das menschliche Befinden berücksichtigt. Er ergibt sich aus dem Zusammenwirken des Menschen mit seiner Umwelt. Die Beschaffenheit von Wohn-, Freizeit-, Schul- und Arbeitsumfeld, die sozialen Beziehungen zu anderen Menschen und vieles andere spiegeln sich in der seelischen und körperlichen Verfassung eines Menschen wider - in der Zufriedenheit mit seinem Leben.
Damit nimmt die Lebensqualität eine zentrale Rolle im komplexen Wirkungsgefüge ein, sie ist Gradmesser für die Befriedigung unserer Bedürfnisse. Da diese Bedürfnisse jedoch oft an bestimmte Wertvorstellungen geknüpft sind, können verschiedene Aspekte individuell mehr oder weniger hervortreten. Betrachten wir einige Aspekte noch etwas genauer:
1.Aufenthaltsqualität:
Der Straßenraum hat über die verkehrliche Funktion hinaus auch noch andere Funktionen. Man geht mit dem Hund Gassi, trifft Leute und unterhält sich mit ihnen, kauft ein, sitzt im Restaurant, treibt Sport usw. Für alle Benutzer und insbesondere für die Fußgänger sollte der Straßenraum auch ein Platz zum Wohlfühlen sein. Das kann durch die Auflockerung mit gestalterischen Elementen und Grünflächen erreicht werden, aber auch durch die Ausgestaltung mit Flächen zum Verweilen, Sitzbänken etc. Natürlich wird die Aufenthaltsqualität auch von dynamischen Elementen, wie z.B. der Zahl und Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge, dem entstehenden Lärmpegel und der Luftqualität bestimmt.
2. Arbeit und Beschäftigung:
Arbeit und Beschäftigung sind wichtige sinnstiftende Elemente unseres Lebens. Arbeit dient nicht nur dem Gelderwerb, sondern ist für viele auch ein wichtiger Bezugspunkt für soziale Kontakte und zur Erhöhung von Bildung und Selbstwertgefühl.
3. Wohnqualität:
Die Wohnqualität wird nicht nur durch Größe, Zuschnitt und Gestaltung der Wohnung bestimmt, sondern auch durch die Lage der Wohnung, z.B. die Möglichkeit betreffend, ungestört ein Fenster öffnen zu können.
4. Gesundheit:
Unter Gesundheit versteht man nicht nur die Abwesenheit von Krankheiten, sondern allgemein ein körperliches und geistiges Wohlbefinden. Viele Freuden kann man nur im gesunden Zustand
genießen.
5. Soziale Kontakte:
Was wäre der Mensch ohne soziale Kontakte - ohne Menschen, denen er seine Freude ausdrücken oder sein Leid klagen kann? Dennoch besteht die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen, nicht überall und für jeden gleichermaßen.