Lärm ist in modernen Städten fast allgegenwärtig. Er hat weitreichende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Gemessen an seinen Auswirkungen wird ihm jedoch viel zu wenig Beachtung geschenkt. Seine Hauptquellen sind der Straßen-, Schienen- und Luftverkehr.
Der Begriff Lärm bezeichnet unerwünschten oder gesundheitsschädlichen Schall. Die Stärke von Schall wird durch die Lautstärke in (dB) angegeben. Das menschliche Ohr ist jedoch nicht für alle Frequenzen gleich empfindlich. Die Schallstärke (Lautstärke) wird deshalb meist in dB(A) angegeben, wobei diese Angabe die von der Frequenz des einwirkenden Schalls abhängige Empfindlichkeit des menschlichen Ohrs berücksichtigt. Jede Zunahme um 10 dB bedeutet eine Verzehnfachung der Schallstärke. Diese Verzehnfachung der Schallstärke wird vom Menschen als eine Verdoppelung der Lautstärke empfunden. Ständiger Lärm sowie einzelne Schallereignisse, besonders während der Nacht, verursachen beim Menschen auf Dauer seelische, körperliche und soziale Störungen bis hin zum vorzeitigen Tod durch Stress und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Auswirkungen des Verkehrslärms auf den Menschen, aber auch auf lärmempfindliche Tiere, werden immer deutlicher. Unterhaltungen in Straßennähe in normaler Lautstärke werden seltener möglich, viele Menschen können nachts nur noch bei geschlossenem Fenster schlafen und auch am Tage können immer weniger Menschen ihr Fenster öffnen, ohne durch übermäßigen Lärm belästigt zu werden. Dieser Lärm stresst und macht krank . Etwa 12 Millionen Menschen in Deutschland sind am Tage Lärmbelastungen von mehr als 65 dB(A) (Dauerbelastung) ausgesetzt. Eine solche Belastung führt zu einem erhöhten Blutdruck und zu erhöhtem Herzinfarktrisiko, zu Konzentrations- und Kommunikationsstörungen und bei Kindern unter anderem zu gestörtem Lernverhalten.
Obwohl die Motoren durch die Optimierung des Verbrennungsvorganges, der Schalldämmung und der Motorkonstruktion immer weniger Lärm verursachen, werden doch viele Autos mit immer stärkeren und größeren Motoren ausgestattet - der technische Fortschritt bringt mehr Kraft statt weniger Lärm. Doch nicht nur der Motor ist laut. Ab einer Geschwindigkeit von ca. 30km/h wird er bei Pkw von den Reifengeräuschen übertönt (bei Lkw ab ca. 60 km/h). Bei hohen Geschwindigkeiten, wie auf Autobahnen, addieren sich zu den Reifengeräuschen die Windgeräusche. Eine wirksame Maßnahme zur Lärmminderung bei Geschwindigkeiten über 30km/h ist also stets die Reduzierung der Geschwindigkeit. Ungeschlagen in punkto Lärmreduktion sind nach wie vor Fußgänger und Radfahrer.