Stickoxide entstehen generell bei Hochtemperaturprozessen wie z.B. bei der Verbrennung von Kraftstoffen, Kohle oder Wasserstoff. Der Begriff NOx fasst die Summe aller Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff zusammen (hauptsächlich die Stickstoffoxide NO und NO2 aber auch N2O-Lachgas). Der größte Teil der Stickoxidemissionen in Deutschland entsteht im Verkehr. Sie werden in Verbrennungsmotoren durch die Oxidation des Luftstickstoffs gebildet. Ihre wichtigsten Auswirkungen sind ihr Beitrag zur Bildung des photochemischen Smogs (Ozonvorläufersubstanz, siehe Ozon) sowie ihre toxische Wirkung. Sie stellen damit insbesondere in den Sommermonaten eine Gesundheitsgefährdung für die Bewohner von Ballungsgebieten dar. Stickoxide führen zu starken Reizungen der Atemwege und gefährden die Gesundheit von Schwachen wie kleinen Kindern und Asthmatikern besonders. Darüber hinaus gelten Stickoxide als eine der wesentlichen Ursachen für die Entstehung des sauren Regens und des Waldsterbens. NOx bildet mit Wasser salpetrige Säure bzw. Salpetersäure und leistet somit einen großen Beitrag zur Schädigung der Vegetation (saurer Regen). Der Grenzwert für das Jahresmittel zum Schutz der menschlichen Gesundheit beträgt 40µg/m3 (Jahresmittel). Der Grenzwert für den Schutz der Vegetation liegt mit 30 µg/m3 (Jahresmittel) noch darunter. Heute werden die von der EU verabschiedeten Immissionsgrenzwerte für NO2 an vielen Stellen überschritten. Diese Überschreitungen zeigen, dass ein dringender Handlungsbedarf zur Senkung der Stickoxidemissionen besteht. Gäbe es keinen Verkehr o.ä., betrüge die Stickoxidkonzentration (Hintergrundkonzentration) etwa 15 µg/m3.