Ozon ist eine sehr reaktionsfreudige, gasförmige Verbindung aus drei Sauerstoffatomen (Trisauerstoff, Trioxygen). Es ist farblos und äußerst giftig. Ozon tritt in der Atmosphäre sowohl in Bodennähe als auch in der Stratosphäre (Bereich der Atmosphäre zwischen ca. 11 u. 50 km Höhe) auf. Für das Verständnis der unterschiedlichen Bedeutung dieses Ozons ist es wichtig, das schädigende bodennahe Ozon von der nützlichen Ozonschicht der Stratosphäre zu unterscheiden.
Bodennahes Ozon ist zu etwa sieben Prozent für den Treibhauseffekt verantwortlich. Es entsteht im Gegensatz zum stratosphärischen Ozon nicht auf natürliche Weise, sondern aus Emissionen in Ballungsgebieten. Bodennahes Ozon bildet sich durch die Reaktion von Stickstoffverbindungen und Kohlenwasserstoffen bzw. anderen flüchtigen organischen Verbindungen unter Einwirkung von Sonnenlicht. Die Hauptquellen für diese Ausgangsstoffe sind Industrieprozesse und der Autoverkehr. Die mittlere Konzentration des bodennahen Ozons hat sich in den vergangenen 100 Jahren verdoppelt. Es hat Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und auf Pflanzen. Seine Wirkungen auf den Menschen reichen von Reizungen der Augen und der Schleimhäute über Atembeschwerden bis zu Lungenödemen. Besonders stark betroffen sind empfindliche Menschen.
In den oberen Schichten der Atmosphäre (der Stratosphäre) ist das Ozon einerseits als ein Klimagas wirksam, andererseits aber auch als ein Schutzschild vor energiereicher UV-Strahlung (siehe FCKW). Stratosphärisches Ozon ist damit für das Leben auf der Erde von besonderer Bedeutung.